Digitalkamera Kaufberatung
Beim Digitalkamerakauf sind viele Menschen überfordert von den vielen Möglichkeiten: Megapixel, optischer Zoom, Digitalzoom, Speicherkapazität, Kartentyp, Speicherformat und so weiter. Wir bringen Licht ins Dunkel und erläutern die wichtigsten Merkmale.
1. Megapixel oder Bild-Auflösung
Je mehr Megapixel eine Kamera hat, umso besser! Oder? Grundsätzlich stimmt die Faustregel, denn für die spätere Entwicklung eines Fotos ist die Auflösung ein entscheidendes Merkmal: je höher die Auflösung ist, umso größer kann auch das entwickelte Foto werden ohne dass Qualitätseinbußen sichtbar sind.
Allerdings ist die Auflösung nicht alles und kann sich auch negativ auswirken: bei zu großer Megapixel-Anzahl werden die Dateien unnötig groß, belegen viel Platz auf der heimischen Festplatte und erschweren so die Handhabung. Für den "Hausgebrauch" reichen 4-6 Megapixel völlig aus, um das Bild dann später in den unterschiedlichsten Formaten ausbelichten zu können.
Im Profibereich ist der Speicherplatz kein Thema. Wenn die Fotos auf Postern und größere Flächen aufgebracht oder die Bilder weiterverkauft werden sollen, sind sehr hohe Auflösungen Pflicht. Bilder mit 10 Megapixeln sind hier keine Seltenheit.
2. Optischer Zoom / Digitaler Zoom
Die meisten Kameras bieten heute einen optischen Zoom, der Einstellungen im leichten Weitwinkel- bis zum mittleren Brennweitenbereich zulässt (Brennweiten von 28mm-80mm). Die Angaben auf kleineren Kameras sind meist "x-fach Zoom". Das bedeutet, wieviel-fach ein Motiv innerhalb des Zoombereichs vergrößert werden kann. Ein Beispiel: ein Objektiv 36 mm bis 108 mm ist ein 3-fach-Zoom. Daher empfiehlt es sich, das "Kleingedruckte" zu lesen und die genauen Brennweiten-Werte anzuschauen.
Digitaler Zoom stellt lediglich die nachträgliche Vergrößerung eines Bildausschnitts dar und sollte vermieden werden, da sich die Bildqualität dadurch verschlechtert. Das gleiche Ergebnis lässt sich auch später am Computer durch Bildzuschnitt und -vergrößerung erreichen.
3. Speichermedium / Speicherkarten
Es gibt mittlerweile viele Formate von Speicherkarten. Achten Sie beim Kauf darauf, dass es sich um ein Format handelt, das sie auch mit dem Computer auslesen können. Viele Rechner haben heute schon einen Kartenleser integriert. Gebräuchliche Formate für Speicherkarten sind: Compact Flash Card, SD Memory Card, MultiMedia Card (MMC), MicroSD Card, xD-Picture Card, MicroDrive, Memory Stick.
4. Sucher
Das kleine "Guckloch" durch das die Verwandten vor dem Knipsen anvisiert wurden, gehört seit der breiten Verfügbarkeit preiswerter Digitalkameras der Vergangenheit an. Die meisten Modelle warten mit einem Display auf der Rückseite des Geräts auf, mit dem sich das Motiv komfortabel überwachen lässt.
Bei digitalen Spiegelreflex-Kameras ist natürlich nach wie vor ein optischer Sucher vorhanden, durch den sich die Bildschärfe wesentlich komfortabler einstellen und überwachen lässt und der weniger Anfällig für starke Sonneneinstrahlung ist.
5. Preis / Leistung
Preise vergleichen lohnt sich immer. Am besten Schauen Sie sich in dem geplanten Preissegment 2-3 Kameras unterschiedlicher Hersteller an und vergleichen die Funktionen. Oder, wenn Sie sich schon für einen Hersteller entschieden haben, vergleichen Sie das gewünschte Modell mit dem nächsthöheren / -kleineren in der Modellpalette. Ist der Preisunterschied durch ein Mehr an Funktionen gerechtfertigt?
6. "Profi"-Funktionen / Einstellungen
Kann die Kamera an Ihre Bedürfnisse angepasst werden? Können Sie die Belichtungszeit selbst festlegen oder den Blitz deaktivieren? Das sind Funktionen, die ein ambitionierter Hobby-Fotograf früher oder später gebrauchen kann, daher sollten Sie sich vor dem Kauf über die Einstellungsmöglichkeiten informieren. Wenn Sie nur einen "Knipser" kaufen wollen, um ein paar lustige Party-Fotos zu schießen, dann sind ist dies eher zweitranging.
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