Was ist ein Gerstenkorn?
Gerstenkörner sind schmerzhaft und einfach nicht schön anzusehen, in den meisten Fällen jedoch völlig harmlos.
Das Gerstenkorn, auch Hordeolum genannt, ist eine durch Eiterbakterien verursachte Entzündung der Schweiß- oder Talgdrüsen der Augenlider.
Gerstenkorn: Entstehung
Grund für die Entstehung eines solchen Gerstenkorns ist meist eine Sekretansammlung in den Liddrüsen, die letztendlich eine Entzündung verursacht. Es entsteht ein sogennanter Eiterherd im Lid, der die Schwellung und Rötung des Lids mitsichzieht. Im Prinzip ist das Gerstenkorn nichts anderes als ein entzündeter "Pickel", der sich eben nur an einer ungewöhnlichen Stelle befindet. Allerdings sind die Schmerzen, die das Gerstenkorn verursacht, um einiges schlimmer als die eines Pickels. Betroffene sollten nicht auf die Idee kommen, diesen entzündeten "Pickel" auszudrücken oder aufzukratzen, denn die Folgen können im Ernstfall katastrophal sein. Durch Quetschen und Kratzen können nämlich die Eiterbakterien (Staphylokokken) in die Blutbahn gelangen und durch den Blutstrom bis zum Gehirn wandern. Lebensgefährliche Erkrankungen, wie beispielsweise eine eitrige Hirnhautentzündung, können die Folge sein.
Gerstenkorn: Finger weg!
Der Appell von Ärzten lautet: "Finger weg !!", da das Gerstenkorn grundsätzlich völlig harmlos ist und sich nach etwas 7 Tagen von selbst entleert. Ist dies nach etwa einer Woche nicht der Fall sein, sollte ein Arzt aufgesucht werden, der den Eiterherd anschließend mit einem kleinen Eingriff öffnet. Bei zu starken durch die Entzündung verursachten Schmerzen sollte ebenfalls ein Arzt aufgesucht werden.
Gerstenkorn: Verschwindet in der Regel von selbst
Im Normalfall jedoch verschwindet das Gerstenkorn nach einer Zeit von selbst. Die Heilung kann zudem durch antibiotikahaltige Augensalben und Augentropfen beschleunigt werden. Hilfreich ist außerdem eine Rotlichtlampe, da sie trockene Wärme ausstrahlt, die den Heilungsprozess zusätzlich fördert.
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