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Die Computer-Maus: eine Riesen-Erfindung

Computer-Maus

Computer-Maus (Foto: Dmitriy Shironosov | iStock | Thinkstock)

Jeder Computerbenutzer kennt sie und kaum einem fallen sie noch auf: die „Rollkugel-Eingabegeräte“ oder „X-Y-Positions-Anzeiger für Bildschirmsysteme“ wie die Computermaus früher noch recht hölzern genannt wurde, bevor sich der Begriff „Maus“ durchgesetzt hat.

Wer hat die Maus erfunden?

Die erste Computermaus wurde von dem Amerikanischen Wissenschaftler Douglas Carl Engelbart im Jahr 1963 am Stanford Research Institute entwickelt. Er hat noch andere wichtige wissenschaftliche Arbeiten durchgeführt – bekannt ist er jedoch hauptsächlich mit der Erfindung der Computermaus geworden – kein Wunder – liegt doch heutzutage fast auf jedem (Computer-)Arbeitsplatz der Welt ein solches kleines Gerät.

Bedeutung nicht erkannt

Dabei wurde die wahre Bedeutung der Erfindung von Engelbart zuerst überhaupt nicht richtig erkannt. Zur Zeit der Entwicklung waren die Menschen es gewohnt, ausschließlich Texteingaben am Computer zu machen. Es gab damals noch keine grafische Benutzeroberfläche wie wir heute von Windows, MacOS oder X-Windows gewohnt sind. Daher vermisste auch niemand die Möglichkeit, einen kleinen Pfeil auf dem Bildschirm zu bewegen. Erst in den 80er Jahren begann der wirkliche Siegeszug der Maus, wie wir sie heute kennen.

Mäuse in allen Variationen

Mittlerweile hat sich die Herstellung von Computermäusen stark weiterentwickelt, und es gibt sie heute in allen Ausführungen. Die optischen Mäuse enthalten keine Kugel mehr, sondern tasten die Bewegung mit Leuchtdioden ab. Das führt zu wesentlich weniger Problemen mit Verschmutzungen, die früher regelmäßig die Rechnerarbeit negativ beeinflussten. Sogar kabellose Mäuse, die Bewegungsdaten per Funk an den Rechner übertragen, sind seit etlichen Jahren auf dem Markt.

Ähnliche Eingabegeräte

Es gibt auch der Maus ähnliche Eingabegeräte, wie zum Beispiel den Trackball: dort liegt die Rollkugel oben und wird mit den Fingern gedreht, anstatt das ganze Gerät inklusive Kugel zu verschieben. Das empfinden manche Benutzer weniger belastend für den Arm bei sehr langen Computer-Sitzungen. Die fehlerfreie Bedienung eines Trackballs, kann im Vorfeld allerdings ein wenig Zeit erfordern, speziell dann, wenn man sonst nur gewohnt war, mit einer „normalen“ Maus umzugehen.

An handelsüblichen Notebooks findet sich vor der Tastatur meist ein kleines rechteckiges Feld, mit dem der Mauspfeil durch Bewegen der Fingerkuppe auf der Fläche verschoben werden kann: hierbei handelt es sich um ein Touchpad. Da die Bedienung des Computers mit einer Maus auf Reisen (z.B. im Zug oder im Café) oft zu umständlich wäre, bietet das Touchpad eine komfortable Möglichkeit, trotzdem wie gewohnt zu arbeiten. Auch hier ist jedoch eine kleine Einarbeitungszeit sehr hilfreich.

Grafik-Tabletts: spezielle Eingabeform mit hoher Präzision

Außerdem gibt es noch Grafiktabletts die mit einem speziellen Stift bedient werden und viel seltener als Maus, Trackball und Touchpad vorkommen, aber ein sehr genaues Arbeiten im Grafik und Konstruktions-Bereich ermöglichen. CAD-Konstrukteure, Computer-Grafiker und Architekten schwören auf diese Eingabegeräte und würden nicht mit einer gewöhnlichen Maus tauschen wollen.

About Sebastian

Sebastian lebt und arbeitet als Unternehmer und Journalist in Berlin-Wannsee. Sein Büro teilt er mit einer schwarzen Katze, sein Leben mit seiner bezaubernden Frau. Er interessiert sich für die Börse, Fotografie, Medizin, Medien und Technik.

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