Finanzkrise: Sterben ist gesund

Viele Unternehmen haben leere Taschen, aber offene Hände
Unternehmer sind Menschen, für die die wirtschaftliche Entscheidungsfreiheit einen hohen Stellenwert hat. Normalerweise! Doch seit einem halben Jahr scheint alles irgendwie anders zu sein. K0nzernchefs rufen nach Regulierung, öffentlichen Bürgschaften und handfester Staatshilfe.
Finanzkrise: Die bequemste Ausrede seit der “Erfindung der Wirtschaft”
Firmenpleiten, kollabiernde Banken und Millardenabschreibungen – eine ökomische Apokalypse. Und plötzlich ist doch alles wieder ganz einfach. Die “Finanzkrise” ist schuld und “Handaufhalten” ist auf einmal gar nicht mehr peinlich wie noch vor wenigen Monaten.
Doch was ist wirklich passiert?
Die Banken haben die Grundprinzipien des Risikomanagements vernachlässigt und sich auf der Jagd nach höheren Renditen schlichtweg verzockt. Privatkundengeschäft und Mittelstandsfinanzieren schienen einfach unsexy gegen die rasanten Gewinne, die das Investmentbanking über Jahre versprach.
Die amerikanische Automobilindustrie hat – allen voran Flagschiff GM – den Trend zu umweltschonender Technologie verschlafen. Lieber hat man weiter protzige Spritschlucker produziert und das Elefantenturnschuh-Geschäft den Asiaten überlassen.
Und nun winkt auch noch Frau Schaeffler nach Staatsknete. Die eiserne Lady an der Spitze des größten deutschen Automobilzulieferers wollte das ganz grosse Rad drehen. Die Erkenntnis, das das vielleicht doch eine Nummer zu gross war, reift mit der ausgestreckten Hand in Richtung Steuerzahler.
Der Markt frisst immer die Richtigen
Es ist ein Fehler, Unternehmen die in wirtschaftliche Sackgassen gelaufen sind, mit Steuergeldern zu retten. Wirtschaftliche Krisen sind auch dazu da, den Markt zu bereinigen. Die guten Unternehmen erstarken an einer Krise, die schlechten sterben. So läuft das seit hunderten von Jahren.
Aber die Angst um Arbeitsplätze lässt die Politik hektisch agieren. Dabei steht die Frage, ob man das Schicksal dieser Arbeitsplätze weiter in die Hände unfähiger Manager geben sollte. Die Antwort ist einfach: Nein! Auch nach Schaeffler wird die Automobilindustrie ihre Teile einkaufen und genau den Erfolg dieser Marktteilnehmer gefährdet man, wenn man schwächelnde Unternehmen rettet.







Genau so sehe ich das auch.